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Konjunktur stabilisiert sich
Die deutsche Wirtschaft sendet erste Signale der Entspannung und auch wenn diese noch verhalten klingen, verbirgt sich darin eine wichtige Botschaft für den Immobilienmarkt. Aktuelle Daten, wie die Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), zeigen zwar, dass die Bäume 2026 noch nicht in den Himmel wachsen und die Dynamik moderat bleibt. Doch gleichzeitig beobachtet ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski eine erste „Bodenbildung“: Der Abwärtstrend der Industrie scheint gestoppt, eine Stabilisierung setzt ein.

Die Wirtschaft stabilisiert sich, was erfahrungsgemäß zeitversetzt zu einer höheren Immobiliennachfrage und damit weiter steigenden Preisen führt. Da der Markt aktuell noch in der Warteposition verharrt und die Preise noch unter ihren Spitzenwerten liegen, lohnt es sich für Kaufinteressierte nicht, abzuwarten. Sinkende Zinsen sind laut Interhyp-Bankenpanel nicht in Sicht – die Mehrheit (60 %) der Analystinnen und Analysten erwartet in den nächsten sechs Monaten gleichbleibende Zinsen. 40 % der Befragten sehen hingegen steigende Zinsen um rund 4 % für 10-jährige Darlehen. Kaufinteressentinnen und -interessenten sollten sich nicht vom leicht erhöhten Zinsniveau abschrecken lassen, sondern stattdessen lieber die individuelle Erschwinglichkeit prüfen. Wer gut vorbereitet ist, kann die Chancen des aktuellen Marktes nutzen. (IW Köln, Tagesschau, ING)

Cashflow-Optimierung: Steuern sparen beim Immobilienkauf
Wie Vermieterinnen und Vermieter Steuern sparen und so die Immobilienfinanzierung erleichtern können, hat die Süddeutsche Zeitung untersucht: Durch die geschickte Kombination von Förderprogrammen und Abschreibungen lässt sich die Steuerlast massiv senken.

Drei Hebel für die Rendite:

  1. KfW-Programm 296: Bis zu 100.000 € Kredit ab 1,13 % effektivem Jahreszins für klimafreundlichen Neubau.
  2. Degressive AfA: Jährlich 5 % der Investitionskosten steuerlich absetzen.
  3. Sonder-AfA: Weitere 5 % für die ersten vier Jahre bei Erfüllung hoher energetischer Standards.

Tipp: Wer Verluste aus Vermietung und Verpachtung geltend macht, kann seine monatliche Lohnsteuer direkt reduzieren und so die Liquidität für die Finanzierung erhöhen. (Süddeutsche Zeitung+, KfW Nr. 296)

Baukosten im Check: Wo wird es teurer?
Der Wohnungsbau in Deutschland wird immer teurer. Im November stiegen die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude um 3,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Rohbauarbeiten verteuerten sich zwischen November 2024 und November 2025 um 2,5 %. Dachdeckerarbeiten wurden 4,5 % teurer, Ausbauarbeiten kosteten 3,8 % mehr. Besonders Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen wie Wärmepumpen verteuerten sich um 4,4 %. Expertinnen und Experten raten daher zu einer strikten Kostenkontrolle in der Projektumsetzung. Vor allem technische Anforderungen (Lüftung, Elektro) sind Preistreiber. Hier gilt: Eine präzise Planung vor Baubeginn ist die beste Versicherung gegen teure Nachträge. ( Statistisches Bundesamt, Boltwise)

Aktuelle Finanzierungskennzahlen

Abgebildet sind Durchschnittswerte auf Basis der Finanzierungskennzahlen der Interhyp Gruppe. Pfeile zeigen die Trendentwicklung im Vergleich zum Vormonat an.

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