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Wackelt der Gebäudetyp E?
Ende 2025 haben Bundesbauministerin Verena Hubertz und Justizministerin Stefanie Hubig mit einem gemeinsamen Eckpunktepapier den Weg zum Gebäudetyp E geebnet. Die Politik verhandelt derzeit mit den Ländern und Interessenvertretern über den Gesetzentwurf. Jetzt melden sich Fachverbände und fordern eine neue Regelung. Sie warnen vor einer Entkernung von Qualitätsstandards. Die Verbände kritisieren den Verzicht auf Schutzverglasung und TGA-Standards und warnen vor Langzeitschäden an der Bausubstanz und Gesundheitsrisiken für Bewohnerinnen und Bewohner. Der Bauherren-Schutzbund (BSB) fordert klare Leitplanken, damit „einfaches Bauen“ nicht zu Lasten von Qualität, Gebrauchstauglichkeit und Verbraucherrechten geht.

Ein zweiter wichtiger Eckpfeiler, das Bauen in Deutschland zu beschleunigen, ist der Bau-Turbo. Er ist am 30. Oktober 2025 in Kraft getreten. Architektinnen und Architekten sehen durch die Anwendung des neu geschaffenen § 246e gerade in älteren Wohngebieten großes Potenzial. In Siedlungen aus den 1960er- und 1970er-Jahren könnte der Bau-Turbo spürbar helfen, weil die Kommunen nicht mehr den kompletten Bebauungsplan ändern müssten, um beispielsweise eine Aufstockung zu ermöglichen. Bayerns Bauminister Bernreiter fordert von den Kommunen, den Bau-Turbo konsequenter umzusetzen. Eine stichprobenartige Umfrage des Bayerischen Rundfunks ergab, dass in vielen Kommunen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bauämtern noch gar nicht so weit sind, sondern erst geschult werden. (Bauherren Schutzbund, Bayerischer Rundfunk)

ESG-Impact: Energieeffizienz hilft bei Wertsteigerung
Energieeffizienz und die Art, wie geheizt wird, wirkt sich immer stärker auf Immobilienpreise aus. Das zeigt eine Studie der Immobilienberatung Wüst und Partner. Dabei wurden 1,38 Millionen Inserate für Immobilien daraufhin untersucht, wie sich Angebotsmieten und Kaufpreise im Vergleich zur Energieeffizienzklasse verhalten. Es zeigt sich, dass die meisten Wohnhäuser nach wie vor über fossile Heizsysteme verfügen, vorwiegend sind es Gasheizungen. „Die Bedeutung von ökologischer Nachhaltigkeit und ESG nimmt kontinuierlich zu und rückt angesichts der aktuellen Zinspolitik und Marktsituation besonders in den Vordergrund”, schreiben die Studienautorinnen und -Autoren. Die Kaltmiete verringere sich im Schnitt um 0,22 Euro pro Quadratmeter je Effizienzklasse. Die Kaufpreise sinken bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern um durchschnittlich 107 Euro pro Quadratmeter. Das zeigt, die „Sanierungs-Rendite“ wird durch den Markt immer klarer eingepreist. (W&P)

Solar-Markt: Verbände fordern Kurskorrektur
Der Solarausbau auf Privathäusern ist 2025 um 43 % eingebrochen. Grund könnte auch die Verunsicherung über das kommende EEG-Update im ersten Quartal 2026 sein. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche stellt die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung für neue kleine PV-Anlagen in Frage, weil sich diese für Hausbesitzerinnen und -Besitzer auch ohne Unterstützung rechnen. Der Bundesverband für Solarwirtschaft warnt vor einem fatalen Signal für die Energiewende. Beschlossen ist das Aus für die Einspeisevergütung allerdings noch nicht, die Novellierung des EEG ist für den Lauf des ersten Quartals 2026 geplant. Der KfW-Kredit „Erneuerbare Energien Nr. 270” ist nach wie vor erhältlich. (t-online.de, Solarwirtschaft, KfW-Darlehen)

Studie: Immobilien wichtig für die Altersvorsorge 
Der neue Vorsorgekompass 2026 im Auftrag von Union Investment zeigt: Im Durchschnitt aller Rentnerinnen und Rentner werden im Ruhestand 60 % der Ausgaben durch die gesetzliche Rente abgedeckt. Fast die Hälfte der monatlichen Ausgaben entfällt auf Wohnkosten. Für Haushalte, die außer der Rente keine zusätzliche Vorsorge haben, entsteht eine monatliche Lücke von mehr als 1000 Euro. Erst durch ergänzende Bausteine wie private Vorsorge, Erspartes oder geringere Wohnkosten durch eine selbstgenutzte Immobilie wird diese Lücke deutlich verringert. Besonders Wohneigentum hilft, die Lücke substanziell zu mindern oder gar zu schließen. Mieteinnahmen können eine zusätzliche Einnahmequelle im Alter sein. ( Frankfurter Rundschau)

Aktuelle Finanzierungskennzahlen

Abgebildet sind Durchschnittswerte auf Basis der Finanzierungskennzahlen der Interhyp Gruppe. Pfeile zeigen die Trendentwicklung im Vergleich zum Vormonat an.

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